Bezahlbare E-Mobilität: StreetScooter peilt Flottengeschäft an

Aachen, den 2. November 2011 – „Auf der Plattform des StreetScooters möchten wir maßgeschneiderte Elektromobile für Fahrzeugflotten in einem ganzheitlichen Servicekonzept anbieten“, sagt Professor Dr. Achim Kampker, Geschäftsführer der in Aachen ansässigen StreetScooter GmbH. Die Elektrofahrzeuge sollen nach den Spezifikationen interessierter Flottenbetreiber auf deren genaue Anforderungen hin entwickelt und produziert werden. Im Fokus des Interesses stehen zunächst Energieversorger, Autoverleiher sowie Carsharing-Organisationen.


Weil das Konzept des als Kurzstreckenfahrzeug (Short Distance Vehicle) mit einer maximalen Reichweite von 120 Kilometern ausgelegten Elektromobils Experten überzeugte, erhielt die StreetScooter GmbH jüngst von der Deutschen Post einen Entwicklungsauftrag für ein eigenes Fahrzeugkonzept. Nach den Spezifikationen des Logistik-Konzerns soll auf der StreetScooter-Plattform bis Herbst 2012 ein individualisiertes Elektromobil für den Zustelldienst entwickelt werden. „Die Entwicklungsarbeiten finden in enger Kooperation mit der Deutschen Post statt“, erläutert Professor Kampker. Dr. Joachim Wessels, als Mitglied des Bereichsvorstands Brief bei der Deutschen Post zuständig für die stationäre Bearbeitung, unterstreicht: „Hier haben wir erstmals die Möglichkeit, ein Fahrzeug mitzugestalten, das genau auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist.“

Zahlreiche Vorteile für Flottenbetreiber

Die Vorteile für Flottenbetreiber liegen auf der Hand: Neben der individuellen Konzeption „ihres“ Elektrofahrzeugs auf Basis des StreetScooters werden bereits in der Entwicklungsphase entscheidende Parameter für eine kostengünstige Produktion festgelegt. Um optimale Kosteneffekte zu erzielen, geht man hier von einem ganzheitlichen Ansatz aus: Kern ist die integrierte Produkt- und Prozessentwicklung. Denn: „80 Prozent der anfallenden Produktionskosten werden bereits in der Produktentwicklungsphase festgelegt“, so der Professor. Hierbei arbeiten Produktentwickler sowie Fachleute für die Produktion Hand in Hand.

Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus des StreetScooters als Flottenfahrzeug – sprich: Anschaffungs- und Unterhaltskosten – im Sinne des Total-Cost-of-Ownership-Ansatzes, „befinden wir uns hier in einer sehr guten Wettbewerbsposition“, betont Professor Kampker. Denn: Bereits in der Entwicklungsphase entscheidet der Kunde selbst, wie viel seine Flotte in einem von ihm definierten Zeitraum insgesamt kosten soll. Sowohl im Anschaffungspreis als auch bei den laufenden Betriebskosten kann sich eine Kurzstrecken-Flotte auf StreetScooter-Basis als deutlich wirtschaftlicher erweisen als ein Fahrzeugpool, bestehend aus Automobilen mit konventionellem Dieselantrieb.

Mit Hilfe attraktiver Leasing-Modelle der Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG, einem der elf Gesellschafter der StreetScooter GmbH, sowie einem weitreichenden Serviceangebot der Hess-Gruppe (Motoo-Werkstätten, Hans Hess Autoteile GmbH) wird der StreetScooter auch im laufenden Fuhrparkbetrieb kaum Wünsche offen lassen. Mit Hilfe des „Easy-Auto-Service“ der Hess-Gruppe lassen sich Inspektionen online buchen, ein Hol- und Lieferservice sorgt für den termingerechten Transfer des Fahrzeugs vom Kunden in die Werkstatt und zurück. Was den Aufbau von Elektroladestationen und Ladepunkten betrifft, stehen Fachleute der Stadtwerke Aachen (STAWAG) – ebenfalls Kooperationspartner der StreetScooter GmbH – Fuhrparkbetreibern mit Know how und langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet beratend zur Seite.

Der StreetScooter überzeugte auf der IAA

Bereits auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt beeindruckte der StreetScooter dank seines ganzheitlichen Konzepts hochkarätige Besucher. Doch nicht nur Fachleute aus allen Teilen der Republik betrachteten Fahrzeug und Messestand. Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte im Rahmen ihres traditionellen Messerundgangs ebenfalls den StreetScooter-Stand in Halle 4. Dabei sparte die Regierungschefin nicht an lobenden Worten. „Was Sie hier machen, ist wirklich eine gute Sache“, sagte Angela Merkel zu Professor Achim Kampker. Mit einem aufmunternden „Machen Sie weiter so!“ an die Adresse des Wissenschaftlers und Unternehmers verließ die Kanzlerin den Messestand, nachdem sie zentrale Details zu Fahrzeug und Konzept erfahren hatte. „Mit dem StreetScooter wollen wir zeigen, dass Elektromobilität bezahlbar ist“, erläuterte Kampker der Kanzlerin.

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